Aktion gegen Düngekonzern: Free The Soil im September 2019

Der neueste Sonderbericht vom Weltklimarat behandelt den Zusammenhang von Klimakrise und Landnutzung. Die Situation ist bekanntlich dramatisch: Die Erderwärmung bedroht die Welternährung, zugleich tragen industrielle Landwirtschaft und Waldzerstörung mit zur Erwärmung bei. Ihren Anteil an den globalen Treibhausgasen beziffert der Bericht auf 23 Prozent. Die Handlungsempfehlungen sind eindeutig: Wir müssen die Tierproduktion drastisch verringern, das Land ökologischer nutzen und weniger Lebensmittel wegwerfen.

Die nötige grundlegende Agrarwende wird sich nicht durch verändertes Konsumverhalten allein erreichen lassen. Es braucht politische Aktionen und starke soziale Bewegungen. Da passt es besonders gut, dass für September 2019 eine der ersten Massenaktionen zivilen Ungehorsams zum Thema Landwirtschaft in Deutschland angekündigt ist: Das Bündnis „Free the Soil” ruft dazu auf, Widerstand gegen eine Kunstdüngemittelfabrik bei Hamburg zu leisten.

Kunstdünger spielt eine wichtige Rolle in der industriellen Landwirtschaft. Seine Herstellung verbraucht viel Energie, seine Anwendung schadet dem Bodenleben und setzt Treibhausgase frei. Er wird auch in großen Mengen beim Anbau von Futtermitteln für die Tierproduktion eingesetzt.

Die Massenaktion wird im Rahmen eines einwöchigen Camps mit Workshops und Diskussionen stattfinden. Es „soll ein Ort des Austauschs und der Aufklärung über die Rolle der industriellen Landwirtschaft in der aktuellen Klimakrise sein.“ Damit könnten Camp und Aktion ein wichtiger Schritt hin zu einer größeren, besser vernetzten, schlagkräftigeren Bewegung für eine Agrarrevolution sein.

Termin: 19.-25. September 2019
Mehr Infos: https://freethesoil.org/

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